Tag: ‘Tierschutz’

Im Dezember 2021 veröffentlichte das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial aus einer der letzten Käfighaltungen von Hühnern in Deutschland, der sogenannten Kleingruppenhaltung.

Der Betrieb befindet sich in Billerbeck, Kreis Coesfeld (NRW). In engen Käfigen werden die Tiere zusammengepfercht, Auslauf und Tageslicht gibt es nicht. „In dem Betrieb werden rund 100.000 Tiere verteilt auf drei Stallungen gehalten“, beschreibt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. Die Bilder zeigen deutlich, wie sich der Gitterboden in die Hühnerkrallen drückt, Scharren und Picken sind unmöglich. Auch die hygienischen Zustände sind katastrophal: Die Stallungen sind verschmutzt, aus den Kadavereimern quellen Maden. „Unvorstellbar, dass unter solchen Umständen Lebensmittel produziert werden“, so Peifer.

Die meisten Menschen denken, dass es diese Art der Hühnerhaltung für die Eierproduktion in Deutschland überhaupt nicht mehr gebe, allerdings ist die Käfighaltung von Hühnern weiterhin erlaubt. Verboten hingehen ist die Haltung von Hühnern in Batteriekäfigen. Sie unterscheiden sich von der Kleingruppenhaltung durch die Größe. In der Kleingruppenhaltung hat das einzelne Tier wenige Zentimeter mehr Platz, zudem gibt es Sitzstangen, ein Legenest und einen Scharrbereich. „Was nach etwas mehr Fortschnitt für die Tiere klingt, ist am Ende doch nur heiße Luft. So hat die Industrie die Käfige mit ein paar Stangen als Sitzstange, einer Plastikmatte als Scharrbereich und einem Plastikvorhang als Legenest ausgestattet, doch die Tierquälerei geht weiter“, so Peifer.

Obwohl das Batterieverbot bereits seit 2010 in Deutschland gilt, leben immer noch rund 2,5 Millionen Hühner im Käfig. Das Verbot der Kleingruppenhaltung soll 2026 kommen, aber auch davon soll es Ausnahmen bis 2029 geben. „Es sind die vergessenen Hühner, weil niemand mehr an sie denkt und sie keine Beachtung mehr erhalten“, so Peifer. Hinzu kommt, dass es kein Importverbot von Käfigeiern gibt und ein solches auch nicht geplant ist. Und so werden in Deutschland pro Jahr rund eine Milliarde Eier aus Käfighaltung gegessen. Meist werden die Eier in fertigen Produkten wie Schokoriegeln, Kuchen von der Bäckerei und Eier-Nudeln verarbeitet. „Auch jetzt zum anstehenden Osterfest werden Eier aus der Käfighaltung genutzt, denn den Eier-Stempel gibt es bei gefärbten Eier nicht“, so Peifer.

In dem Betrieb im Kreis Coesfeld wurden beim Abtransport zum Schlachthof (beim sog. Ausstallen) offenbar mehrere dutzende Tiere übersehen und einfach in der Halle zurückgelassen. Somit hatten die Tiere weder ausreichenden Zugang zu Wasser, noch zu Futter. „Die Aufnahmen zeigen tote Hühner auf dem Stallboden“, zeigt Peifer auf. Nach Informationen des Deutschen Tierschutzbüros wurden die Tiere mindestens eine Woche von Ende September bis Anfang Oktober sich selbst überlassen. Ein Tier ist den Tierrechtler*innen besonders in Erinnerung geblieben. Eine Henne, die aus lauter Verzweiflung aus einer kleinen Wasserpfütze in der Halle getrunken hat. Um sie herum lagen bereits verstorbene Tiere. Auch sie war so geschwächt, dass sie zu verdursten drohte. Kurzerhand wurde das Huhn mitgenommen und auf den Namen Frieda getauft. Frieda wurde aufgepäppelt und lebt jetzt auf einem Lebenshof in Sicherheit. Neben Frieda sind auch noch weitere Hühner aus dieser Notlage gerettet worden.

Die Tierrechtler*innen haben unmittelbar, nachdem sie die Tiere vorgefunden haben, das zuständige Veterinäramt informiert. Das Amt reagierte schnell, führte nur wenigen Stunden später eine Kontrolle durch und beendete den Missstand. Nach Informationen des Deutschen Tierschutzbüros war der Betrieb den Behörden schon vorher negativ aufgefallen. Zudem erstattete das Deutsche Tierschutzbüro Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Münster, diese hat nun die Ermittlung aufgenommen (AZ AZ 540 Js 4927/21). „Wer diese Tierquälerei nicht unterstützen möchte, sollte keine Eier oder Ei-Produkte mehr essen und sich rein pflanzlich ernähren“, schließt Peifer ab.

Weitere Informationen unter https://www.tierschutzbuero.de/die-vergessenen-huehner

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Das Deutsche Tierschutzbüro ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig. Weitere Informationen unter www.tierschutzbuero.de

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„Die Spirale der Gewaltkriminalität“ ist ein Fachbuch von Volker Mariak, in dem Gewalt gegen Menschen und Tiere thematisiert wird. Diese Taten bekamen durch die Corona-Pandemie eine neue Bedeutung.

In der dritten, erweiterten und überarbeiteten Auflage seines Fachbuches rückt der Autor die Corona-Pandemie ins Zentrum seiner Ausführungen. Denn seiner Ansicht nach gab es seit der Nachkriegszeit keine Phase, in der die sozialen und wirtschaftlichen Folgen eines nationalen Ereignisses so groß waren. Dies betrifft insbesondere das Zusammenleben in den Familien und sonstigen Partnerschaften. Denn die Kontaktbeschränkungen lösten katastrophale Folgen aus und auch durch den Lockdown kamen fast alle öffentlichen Aktivitäten zum Erliegen. So blieben die Menschen auf den eigenen Wohnraum und den engsten Familienkreis beschränkt und wurden auf diese Weise sozial isoliert. In der Folge stieg die Zahl häuslicher Konflikte und Gewalt gegen Mensch und Tier drastisch. Der Autor zeigt in seinem Buch auf, warum die Nichtbeachtung dieses Phänomens für unsere Gesellschaft ebenso gefährlich werden könnte, wie die Ausbreitung der Pandemie selbst.

Volker Mariak stammt aus Hamburg und ist Diplom Sozialwirt sowie Diplom Kriminologe. Nach diversen Lehr- und Forschungsaufträgen wurde er Leiter der Forschungsdokumentation und Senior-Projektleiter in einem privatwirtschaftlichen Regional- und Stadtforschungsinstitut. Zudem engagiert sich Mariak seit vielen Jahren für den Tierschutz.

„Die Spirale der Gewaltkriminalität“ von Volker Mariak ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-347-34068-8 zu bestellen. Die tredition GmbH ist ein Hamburger Unternehmen, das Verlags- und Publikations-Dienstleistungen für Autoren, Verlage, Unternehmen und Self-Publishing-Dienstleister anbietet. tredition vertreibt für seine Kunden Bücher in allen gedruckten und digitalen Ausgabeformaten über alle Verkaufskanäle weltweit (stationärer Buchhandel, Online“Stores) mit Einsatz von professionellem Buch- und Leser-Marketing.

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Nach Strafanzeige durch das Deutsches Tierschutzbüro wurden die Täter*innen nun verurteilt

Tierrechtler*innen haben im Jahr 2017 sechs Monate lang in einer der größten Schweinezucht-Anlagen im Landkreis Rotenburg in Niedersachsen gefilmt und die Abläufe dokumentiert. In dieser Zeit sind über 100 Std. Videomaterial entstanden. Immer wieder schlichen sich die Aktivist*innen nachts in die Anlage, in der ca. 2.500 Zuchtsauen mit mehreren zehntausend Ferkeln gehalten werden und installierten dabei versteckte Kameras. So konnten die grausamen Praktiken in dem Großbetrieb dokumentiert werden. Die Aufnahmen zeigten, dass die Kastenstände (Käfige) in denen die Sauen gehalten werden, systematisch viel zu klein waren. Etwa 20 % weniger als gesetzlich vorgeschrieben, stand den Tieren zu jener Zeit zur Verfügung. „Damit lag damals ein klarer Verstoß gegen die Tierschutz-Nutztierverordnung vor. Die Sauen können sich in solch engen Kastenständen noch nicht einmal umdrehen“ kritisiert Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender vom Deutschen Tierschutzbüro.

Auch waren an vielen Stellen im Betrieb die Kotspalten im Ferkelbereich zu groß. Neugeborene Ferkel rutschten durch die Spalten und starben qualvoll. Besonders pikant war auch, dass bei den nächtlichen Dokumentationen ein Medikament vorgefunden wurde, das dazu dient, Geburten bei Sauen einzuleiten. Auf den Zuchtkarten wurde sogar der geplante Geburtstermin notiert, bei der Geburt selbst waren die Mitarbeitenden aus dem Betrieb aber nicht anwesend, wie die Aufnahmen zeigten. Daraus folgte, dass dutzende von Ferkel starben und niemand sich darum kümmerte. „Dadurch wird wieder deutlich, dass Tiere in solchen Betrieben als Produkteinheit gesehen werden. Der Tod ist einkalkuliert“ so Peifer. In einigen Nächten waren die Tierrechtler*innen anwesend und konnten zumindest ein paar Ferkeln helfen und sie aus den Kotspalten befreien.

Der Hauptvorwurf war und ist aber, dass kranke und verletzte Ferkel nicht tierärztlich versorgt worden sind, sondern einfach so lange auf den Boden geschlagen wurden, bis sie vermeintlich tot waren. „Die versteckten Kameras filmten mehrfach diese gesetzeswidrige Praktik. Besonders erschütternd ist, dass mindestens ein Ferkel diesen Gewaltakt überlebte und anschließend qualvoll im Mülleimer verendete“, so Peifer.
Im Sommer 2017 hatte das Deutsche Tierschutzbüro zusammen mit RTL SternTV das Bildmaterial in die Öffentlichkeit gebracht. Die Empörung war groß, denn die Aufnahmen zeigten erstmalig solch einen brutalen Umgang mit Tieren. Entsprechend groß war damals auch das Medieninteresse. Bei einer auf Change.org gestarteten Petition forderten 80.000 Menschen, dass die Täter*innen verurteilt und bestraft werden. „Damals haben wir eine zehnseitige Strafanzeige erstattet und das gesamte Bildmaterial der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt“ so Peifer.

2018 kam es dann überraschend zur Einstellung. In der Begründung hieß es, dass basierend auf den Aufnahmen nicht zweifelsfrei bewiesen werden könne, dass den Tieren erheblich Leid und Schmerz zugefügt worden ist. Dies sei erforderlich für die Erfüllung einer Straftat. Erstaunlicherweise war die Staatsanwaltschaft bei den Ferkeln, die sich in den zu großen Kotschlitzen verfangen hatten, schon der Meinung, dass hier den Tieren erheblich Leid und Schmerz zugefügt worden sei. Hier würde aber der Vorsatz fehlen und zudem hätte es ja auch sein können, dass Mitarbeitende des Betriebes doch noch die Tiere aus der misslichen Lage hätten befreien können. „Das ist mit Abstand die absurdeste Einstellungsbegründung einer Staatsanwaltschaft, die ich jemals gelesen habe. Offenbar hatte niemand Interesse daran, richtig zu ermitteln“ empört sich Peifer.

Nachdem die Tierrechtler*innen dann Beschwerde gegen die Einstellung eingereicht hatten, ging man dem Sachverhalt offenbar tiefer auf den Grund und es kam dann zu einer Verurteilung der Täter*innen per Strafbefehl. Auf den Bildaufnahmen ist eine Frau zu sehen, die mehrere Ferkel auf den Boden schlug um sie unsachgemäß zu töten. Sie wurde zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt, der Betreiber der Anlage zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro (AZ 1102 Js 64585/17, Staatsanwaltschaft Oldenburg). „Wir hätten uns natürlich deutlich höhere Strafen gewünscht, wer Tiere so brutal quält, gehört ins Gefängnis. Dennoch sind wir erleichtert, dass es nach s noch zu einer Verurteilung gekommen ist“. Die Tierrechtler*innen verweisen darauf, dass es in den meisten Fällen von Tierquälerei in landwirtschaftlichen Betrieben nicht zu einer Verurteilung kommt und wenn, dann ist die Strafe so gering, wie auch in diesem Fall, dass es keine wirkliche Abschreckung und Strafe ist. „Wer den Tieren wirklich helfen will, der sollte aufhören, sie zu essen und sich pflanzlich ernähren. Alle Tiere wollen leben“ so Peifer abschließend.

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